DHd2026: RaDiHum20 spricht mit den DHd2026-Reisestipendiat*innen Luise Prager und Cristian Ortega Singer

In unserer Abschlussfolge zur DHd2026 sprechen wir mit den beiden Reisestipendiatinnen Luise Prager und Cristian Ortega Singer über ihre Eindrücke von der Konferenz in Wien. Mit etwas zeitlichem Abstand blicken wir mit ihnen auf ihre erste große DHd in Präsenz zurück und sprechen darüber, wie es ist, als Promovierende auf so einer Konferenz unterwegs zu sein. Schnell wird dabei deutlich, dass die beiden nicht nur einzelne Vorträge oder Panels mitgenommen haben, sondern vor allem auch viele Gespräche, Begegnungen und das Gefühl, in der Community angekommen zu sein.

Unsere Gäste erzählen von ganz unterschiedlichen Wegen in die Digital Humanities. Luise ist eher über Seminare zur digitalen Annotation und Winter Schools in den Bereich hineingerutscht, während Cristian sich schon früh bewusst für ein Studium mit digitalem Schwerpunkt entschieden hat. Gerade dadurch zeigt sich sehr schön, wie vielfältig die Zugänge in die DH sein können und dass es eben nicht den einen klassischen Weg in dieses Feld gibt.

Wir sprechen darüber, was die DHd2026 für unsere beiden Gäste besonders gemacht hat. Beide betonen, wie wichtig nicht nur die Sessions selbst waren, sondern auch alles dazwischen: die Workshops als Einstieg, Gespräche in den Pausen und die Postersession als Raum, um niedrigschwellig mit anderen ins Gespräch zu kommen. Gerade dort, so haben wir den Eindruck, entstehen oft die Momente, in denen man merkt, dass andere mit ähnlichen Fragen, Themen oder auch Unsicherheiten unterwegs sind. Die besten Kontakte entstehen doch immer wieder spontan, ungeplant und bei Kaffee und Kuchen.

Natürlich kommen wir auch auf das Konferenzmotto „Nicht nur Text, nicht nur Daten“ zu sprechen. Dabei reden wir über multimodale Perspektiven, über die weiterhin starke Rolle von Text in den Digital Humanities und über die Frage, was eigentlich alles schon als wissenschaftliche Arbeit gelten muss. Denn auch das nehmen unsere Gäste aus Wien mit: Korpora aufzubauen, Daten zusammenzustellen und Materialien sauber zu erarbeiten, ist eben nicht nur Vorarbeit, sondern schon ein zentraler Teil des Forschens.

Außerdem sprechen wir darüber wie es ist, ein Reisestipendium zu bekommen: über die Bewerbung und den Konferenzbeitrag. Luise und Cristian haben im Rahmen ihres Reisestipendiums einen Blogeintrag geschrieben. Darin schauen sie auf die DH-Community und fragen, aus welchen Fächern die Menschen eigentlich kommen, auf welchen Wegen sie in die DH gelangt sind und welche Rolle Studierende und Early-Career-Researchers auf der Konferenz spielen. So wird aus dem Rückblick auf die DHd2026 auch ein Blick auf die Community, die diese Konferenz prägt.

Zum Schluss gibt es natürlich auch noch ein paar Tipps für alle, die vielleicht selbst einmal zur DHd fahren wollen: gemeinsam anreisen, sich vorher schon ein paar Orientierungspunkte suchen und sich nicht zu viel Druck machen. Denn auch das zeigt diese Folge sehr schön: Konferenzen leben nicht nur von Vorträgen, sondern vor allem davon, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen.

Also: Reinhören um neues zu erfahren, oder einfach nochmal die Seele in DHd-Konferenz-Erinnerungen baumeln lassen.

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Alle Blogeinträge der diesjährigen Reisestipendiat*innen: https://dhd-blog.org/?p=23628

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