RaDiHum20 spricht mit Jacqueline Klusik-Eckert vom Podcast #arthistoCast

Hallo und ein schönes neues Jahr 2024. Wir hoffen, ihr seid alle gut ins Jahr gekommen und freuen uns, euch heute mit einer neuen Podcastfolge zu unterhalten.

Unsere Gesprächspartnerin für diese Folge ist für uns keine Unbekannte, denn wir durften sie schon einmal hier begrüßen: Jacqueline Klusik-Eckert vom Podcast #arthistoCast – der Podcast zur Digitalen Kunstgeschichte.

Ihr Podcast entstand aus der Frage heraus, wie man aktuelle Themen der (digitalen) Kunstgeschichte unter die Leute bringen kann und wie man mehr Communityaktivität fördern kann. Jacqueline bedauert, dass der Nachwuchs an Kunsthistoriker*innen immer mehr schrumpft und sieht einen Grund dafür in der fehlenden Wissenschaftskommunikation und Außenwirkung des Faches. Deshalb spricht sie in ihrem Podcast über aktuelle Themen, wie Wissenschaftsmanagement, Kunstannotation, KI- und Kunstgeschichte und digitale Infrastrukturen. Ihre Zielgruppe sind alle Interessierten und vor allem bisher nicht-digitale Kunsthistoriker*innen.

Der Podcast stützt sich auf ein kleines Redaktionsteam und einen umfangreichen Vorbereitungsprozess. Trotz der Herausforderung, die richtigen Gäste zu finden und die Themen für ein breites Publikum verständlich zu gestalten, betont Jacqueline die Bedeutung der Tonqualität und der sorgfältigen Nachbereitung, um ein optimales Hörerlebnis zu gewährleisten. Oft kann eine Folge schon mal die Arbeitszeit eines Halbtagsjobs beanspruchen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt unseres Gesprächs ist Jacquelines Einblick in die crossmediale Strategie ihres Podcasts. Sie spricht über die Notwendigkeit, neben dem Audioformat auch im Blog weiterführende Links und Shownotes bereitzustellen, um die Inhalte zu stützen.

Wir sprechen mit Jacqueline über die Herausforderungen und Erfolge, die sie mit ihrem Podcast erlebt hat. Sie erzählt von Emails von Hörenden, die so schön sind, dass sie sich diese zur Motivation ausdruckt und über den Schreibtisch hängt und von Durststrecken mit wenig Feedback, in denen man das Gefühl bekommt, einfach etwas in den Raum hinaus zu senden, ohne zu wissen, wo es ankommt. Immer trägt sie aber ihre Überzeugung von der Bedeutung des Formats Podcast für die (digitale) Kunstgeschichte. Sie sieht im Podcasten eine wichtige Kommunikationsform, um die Kunstgeschichte zu beleben und zugänglich zu machen.

Darüber hinaus betonen wir gemeinsam, wie wichtig es ist, neue Kommunikationsformen wie Podcasts zu nutzen, um Wissenschaft zu publizieren. Die Verbindung von fundiertem Wissen und lebendiger Vermittlung macht Wissenschafts-Podcasts zu einer wertvollen Ressource für alle, die an der Schnittstelle von Wissenschaft und digitalen Medien arbeiten. Leider, so bekräftigt Jacqueline ihre Erfahrung, werden Wissenschaftspodcast derzeit von der traditionellen Wissenschaftsgemeinschaft noch eher als Freizeitbeschäftigung denn als wissenschaftlicher Beitrag mit Erkenntnisgewinn gesehen.

Abschließend teilt Jacqueline ihre Hoffnung für die Zukunft mit uns. Sie wünscht sich, dass sie anderen Wissenschaftler*innen die Angst vor dem Veröffentlichungsmedium Podcast nehmen kann und, dass noch mehr Menschen aus ihrem Fachbereich Formate wie ihres anfangen. Denkbar wären für sie Podcasts auch als Ausstellungsbegleitung, Projektberichte oder auch für Abschlussarbeiten bei Lehrveranstaltungen.

Denn: Wer einen Podcast hostet, lernt selbst am meisten.

Linkliste:

Homepage und Blog https://www.arthistoricum.net/themen/podcasts/arthistocast 

Fediverse https://h-net.social/@arthistoCast 

Instagram https://www.instagram.com/arthistocast/ 

Repositorium https://doi.org/10.11588/heidicon/1738702 

Link zu der angesprochenen Studie: Ziegler, Richarda, Liliann Firscher, Jens Ambrasat, Gregor Fabian, Philipp Niemann, und Cecilia Buz. „Wissenschaftskommunikation in Deutschland. Ergebnisse einer Befragung unter Wissenschaftler:innen“. Wissenschaft im Dialog, Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation, 2021. https://www.wb.dzhw.eu/pdf/2021_WisskommBefragung_Ergebnisbroschuere_WiD_DZHW_NaWik.pdf.

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